Was sagen unsere Auszubildenden?

Grit Blankenburg - Auszubildende im 2. Lehrjahr

Nach Abschluss meines Studiums hatte ich den Wunsch eine bibliothekarische Ausbildung anzuschließen. Ich hatte die Möglichkeit, die Bibliothek des Max-Planck-Instituts für Mathematik in den Naturwissenschaften zu besichtigen und war sofort begeistert von der angenehmen Atmosphäre und den innovativen Ideen, die den Wissenschaftlern die Bibliotheksbenutzung so leicht wie möglich machen. Da die Ausbildungsstelle 2012 noch nicht besetzt war, bewarb ich mich spontan, wurde zum Gespräch eingeladen und konnte wenige Wochen später mit der Ausbildung beginnen.
Am Institut wurde ich sehr nett empfangen und ich war vom ersten Tag an in viele verschiedene Tätigkeiten der bibliothekarischen Arbeit eingebunden. Die Kolleginnen und Kollegen sind hilfsbereit und jederzeit ansprechbar, und es macht Spaß jeden Tag dazu zu lernen. (Oktober 2012)


Sabrina Handge - Auszubildende im 2. Lehrjahr

Nachdem ich jetzt schon drei Monate hier gearbeitet und somit meine Probezeit überstanden habe, muss ich ehrlich zugeben, dass es mir hier gefällt - nicht nur das freundliche Zusammenarbeiten der netten Kollegen sondern auch die Atmosphäre, die im ganzen Institut herrscht. Hierbei spielt Teamwork eine wichtige Rolle und man übernimmt schon nach kurzer Zeit Verantwortung, was durchaus das Selbstbewusstsein stärkt.

Was ich als Vorteil an der Ausbildung am Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften sehe ist, dass man zum einen nicht nur schnell eigene Aufgaben übernimmt, sondern auch, dass man weitere Kenntnisse lernt, wie z.B. HTML, SQL und vieles mehr.

Zudem wurden mir auch noch weitere Einblicke in die anderen Bereiche des Institutes gewährt, was mir sehr gefallen hat.

Das Sprichwort „klein, aber fein“ passt perfekt auf die schöne, kleine Bibliothek des Max-Planck-Institutes für Mathematik in den Naturwissenschaften.

Auch wenn ich nicht aus Leipzig kam, wurde ich dennoch hier herzlich aufgenommen! (November 2011)


Lisa Sachet - Auszubildende im 3. Lehrjahr

Nach nunmehr vier Monaten kann ich von mir sagen, dass ich am Max-Planck-Institut MIS in Leipzig „angekommen“ bin. Ein kleiner Bonus war dabei vielleicht, dass ich nicht allein angefangen habe, sondern zusammen mit Frau Handge. Viele Aufgaben lassen sich gemeinsam viel einfacher lösen.

Aber auch so wird man nie allein gelassen. Wenn man Hilfe benötigt, bekommt man sie. Gleich zu Beginn unserer Ausbildung sind wir sogar von unserer Ausbilderin Frau Schneemann dazu ermutigt worden, jederzeit und gerne auch mehrmals Fragen zu stellen, bevor wir mit einer Arbeit nicht vorankommen. Unsicherheiten werden so ganz einfach beseitigt.

Mehr und mehr bekomme ich Aufgaben übertragen. Mit der Zeit wachsen nicht nur die Aufgabenbereiche, sondern man wächst auch selbst mit ihnen, denn man lernt immer wieder Neues dazu. In der Schule und durch Abfragen von unseren Ausbildern verbindet sich das praktische Wissen mit dem theoretischen.

Die Bibliothek des Max-Planck-Instituts für Mathematik in den Naturwissenschaften mag vielleicht klein wirken, ist dafür aber modern ausgestattet. Für fast jeden Arbeitsschritt gibt es bei uns entweder eine bestimmte Technik – wie Handscanner für die Inventur – oder ein spezielles Computerprogramm. Zum Arbeitsende müssen wir Auszubildenden zum Beispiel unser Berichtsheft nicht per Hand schreiben, sondern haben dafür eine eigene Software.

Durch die zunehmende Verbreitung von E-Books wird die Arbeit am PC für FaMIs auch so immer wichtiger. Neben den typischen Aufgaben wie Medien zu bestellen, zu katalogisieren und einzustellen, kommt das Recherchieren und Herunterladen von Daten hinzu.

Ein schönes Gefühl war es dann auch, als ich zusammen im Team einen Artikel für einen Wissenschaftler finden und als Datei zuschicken konnte. Für das schnelle Erledigen bekamen wir positives Feedback. (Dezember 2011)


Patricia Schmorde - Auszubildende von 2010-2012

Warum gerade FaMI am MPI?

Warum ich mich am Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften bewarb, kann ganz einfach mit meiner Leidenschaft zur Mathematik und zu Büchern erklärt werden.
Kaum einen Tag nachdem ich meine Bewerbung abgeschickt hatte, erhielt ich einen Anruf für ein Vorstellungsgespräch.
Nach einem doch sehr entspannenden und informativen Vorstellungsgespräch bekam ich eine Zusage für diese Ausbildung. Durch mein Abitur konnte ich sie sogar auf zwei Jahre verkürzen.

Trotz meiner Nervosität und der Ungewissheit, ob ich alles verstehen würde und besonders, ob und wann ich mich in dem Labyrinth  der Gänge des Institutes verlaufe, verstärkte der erste Tag als Azubi am Institut meinen Entschluss FaMI zu werden.
Das Arbeitsklima ist für Neueinsteiger ideal, da ich mit freundlichen Gesichtern und aufmunternden Worten sehr herzlich aufgenommen wurde. Für Fragen findet sich immer jemand, der sie bereitwillig beantwortet.
Ins kalte Wasser wird hier keiner geworfen!

Als FaMI-Azubi in dieser Bibliothek arbeitet man sehr selbständig und hat auch viel Verantwortung, was einem auf den späteren Weg weiter hilft.
Die Arbeit ist interessant, macht viel Spaß und das familiäre Klima am Institut trägt weiter positiv dazu bei.
Mein Chef sagte mir bei meinem Bewerbungsgespräch, dass hier zu arbeiten das Paradies auf Erden sei – dem kann ich nicht widersprechen.
Verlaufen habe ich mich auch noch nicht. (Oktober 2010)


Stephanie Kutscher - Auszubildende von 2008-2011

"Famis sind etwas Besonderes!"
Dieser Satz hat mich in meinem ersten Blockunterricht an der Berufsschule überrascht und beeindruckt. Jedoch ist mir nach einigen Überlegungen klar geworden, dass der Lehrer vollkommen recht hatte!

Als ich am Tag meines Vorstellungsgespräches ans Max-Planck-Institut kam, fühlte ich mich sofort in dem freundlichen Umfeld willkommen, was mir ermöglichte locker und ruhig an das Gespräch und den Probetag zu gehen. Nachdem ich angenommen wurde und die ersten vier Wochen erlebt habe, bin ich immer noch vollauf begeistert von dieser Ausbildung und freue mich jeden Tag etwas Neues zu lernen und ausüben zu dürfen. Nicht nur, dass ich von Anfang an selbständig die Bücher in unseren Bestand einsortieren durfte, mir wurde auch schon das Katalogisieren nach RAK nahe gebracht und der Gebrauch des Bibliothekssystems Horizon. Dort konnte ich bereits dem Erstellen von Bestellungen hospitieren und unter Kontrolle Teile dieser Bestellungen selbst ausfüllen. In weiterer Zukunft werde ich noch viele andere Dinge erlernen und ausüben, sodass ich schnellstmöglich noch selbstständiger arbeiten kann, wie mir jetzt schon aufgezeigt wurde. Allein durch das, was ich bis jetzt schon mache, kann ich den Satz meines Lehrers vollkommen nachvollziehen und befürworten.

Ich erhoffe mir, dass es weiterhin so interessant bleibt und mir viele wichtige Arbeitsvorgänge und Kniffe beigebracht werden, damit ich meinem Berufsfeld alle Ehre machen kann. Denn wie wir jetzt alle wissen,
Famis sind etwas Besonderes! (Oktober 2008)


Diana Grüger - Auszubildende von 2008-2010

Wer als Arzt arbeiten möchte, sollte einen Sinn für Ordnung und Systematik besitzen.
Wer in einer Werbeagentur arbeiten möchte, sollte kreativ sein.
Wer in einer Computer-Firma arbeiten möchte, sollte PC-Kenntnisse besitzen.
Wer im Zoo arbeiten möchte, sollte seine Schützlinge lieben.

Und wer in einer Bibliothek arbeiten möchte, sollte all dies vereinen:

  • Sinn für Ordnung und Systematik, weil wir Bücher registrieren, ihnen Signaturen zuordnen und korrekt in die Regale einsortieren und auf Ordnung und Sauberkeit in der Bibliothek achten,
  • Kreativität, weil wir Ausstellungen und Veranstaltungen vorbereiten,
  • PC-Kenntnisse, weil wir Bücher über Online-Kataloge recherchieren und bestellen, Bücher in die interne Datenbank eingeben, damit sie von Benutzer gefunden werden können und
  • Schützlinge lieben, weil man den ganzen Tag von Büchern umgeben ist und auf ihr "Wohlergehen" achtet.

In unserer Bibliothek, in der ich seit Januar 2008 meine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Bibliothek, mache, gelten genau diese Voraussetzungen. Außerdem kommt noch hinzu, dass man bei uns gute Englischkenntnisse haben sollte, da auch viele ausländische Wissenschaftler unsere Bibliothek benutzen. Das mag anfangs etwas einschüchtern, jedoch gewöhnt man sich schnell an die "Good Morning"s und ich habe dadurch die Möglichkeit meine Sprachkenntnisse zu erweitern.
Bei uns wird man schon früh an das selbstständige Arbeiten herangeführt und übernimmt die Verantwortung für verschiedenste Aufgabenbereiche. Außerdem wird man bei allem miteinbezogen und erhält so einen größeren Einblick in die Arbeit einer Bibliothek - bei der man eben nicht nur alte "Schinken" abstaubt. (April 2008)


Susanne Domke - Auszubildende von 2006-2008

Meine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste habe ich vom 01.06.2006 bis zum 31.07.2008 in der Bibliothek des Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften absolviert.

Ich habe die Ausbildung in dieser kleinen wissenschaftlichen Spezialbibliothek nach einigen Praktika in anderen Bibliotheken sehr zu schätzen gelernt, da hier ein sehr familiäres Klima herrscht, und ich in kurzer Zeit schon sehr viel lernen konnte: z.B. Recherchieren für Benutzer und für Ausstellungen, Katalogisieren nach RAK (Regeln für die Alphabetische Katalogisierung), wichtige Bibliotheksbegriffe, Umgang mit dem Bibliothekssystem Horizon und dem Datenformat Marc21 sowie viele Dinge aus dem EDV-Bereich (HTML, SQL, Adobe Photoshop).

Obwohl ich nie Ahnung von Computern hatte und haben wollte, macht es mir mittlerweile sehr viel Spaß und ich versuche, dies jetzt auch meinen neuen Kollegen zu vermitteln. Des Weiteren gefiel mir der Umgang mit den vielen (auch ausländischen) Wissenschaftlern. Auf diese Weise konnte ich meine Sprachkenntnisse anwenden und erweitern. Am Max-Planck-Institut wurde mir ebenso die Möglichkeit geboten, neue Sprachen zu lernen, z.B. Chinesisch, sowie weitestgehend selbständig zu arbeiten. So zum Beispiel Zeitschriften bearbeiten, Signaturschilder erstellen, zurückgegebene Bücher einstellen sowie die Teilnahme (ob als Zuhörer oder Referent) bei Tagungen und Workshops. Das hat mich für das jetzige Berufsleben gut vorbereitet. Ebenso fand ich gut, dass ich überall und zu jeder Zeit mitmachen durfte - sei es bei der Erwerbung, bei der Fernleihe, bei der Katalogisierung oder bei der Bearbeitung von Bestellungen und Rechnungen.

Nachdem ich feststellte, dass mir die Ausbildung sehr leicht fiel, war es auch kein Problem, ein Jahr zu überspringen und die Prüfung vorzuziehen. Jetzt habe ich nach bereits 2 Jahren meine Ausbildung erfolgreich beendet und bin ins Berufsleben gestartet. Momentan habe eine Projektstelle am Heidelberger Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches und Völkerrecht inne und bearbeite den erst vor kurzem ins Institut überführten Altbestand. Hier kann ich alle meine erworbenen Kenntnisse anwenden und habe - trotz (oder auch wegen?) vieler Herausforderungen - sehr viel Spaß dabei. (September 2008)


Cornelia Kloß - Auszubildende von 2005-2007

"Das Wort Bibliothek kommt aus dem Griechischen und bedeutet Büchersammlung. Da eine funktionierende Bibliothek geordnet und benutzbar sein muss, kann man eine Bibliothek definieren als eine geordnete und benutzbare Sammlung von Büchern."
(Hacker, Rupert: Bibliothekarisches Grundwissen)

Zum Glück waren diese etwas kantigen Sätze nicht das Erste was mir in meiner Ausbildung zum FAMI begegnete. Als ich mich Anfang 2005 für ein Praktikum am Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften bewarb, saß mir ein junges, freundliches und aufgeschlossenes Bibliotheksteam gegenüber. Während des halbjährigen Praktikums bereitete ich die Präsentation unserer Bibliothek für eine Tagung aller Bibliotheken der Max-Planck-Gesellschaft vor. In dieser Zeit konnte ich mich mit den einzelnen Bereichen der Bibliothek beschäftigen und in Arbeitsabläufe hineinschnuppern.

Mitte 2005 startete dann die Ausbildung zur Fachangestellten für Medien und Informationsdienste im Bereich Bibliothek. Durch mein Abitur konnte ich direkt ins zweite Lehrjahr einsteigen und schloss im August 2007 mit erfolgreich bestandener Prüfung die Ausbildung ab. Mir gefiel an der Ausbildung hier, dass die Auszubildenden direkt in die Arbeitsabläufe einbezogen werden. So konnte ich z.B. schon als Azubi neue Wissenschaftler in die Benutzung der Bibliothek einführen, Buchbinderaufträge bearbeiten, die Fernleihe vertreten, Erwerbungen durchführen, Titelaufnahmen bearbeiten, Ausstellungen organisieren ...

Ich habe gelernt, dass eine Bibliothek viel mehr als "eine geordnete und benutzbare Sammlung von Büchern" sein kann. (September 2007)


Stefanie Kolleck - Auszubildende von 2003-2006

Im Sommer 2006 habe ich meine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste erfolgreich abgeschlossen und bin sozusagen, in den aktiven Dienst getreten. Als ich 2003 die Ausbildung am Institut begonnen hatte, wusste ich nur das über den Beruf des Fami, was die Berufsinformationsblätter des Arbeitsamtes hergaben. Dass dieser Beruf speziell in einer Bibliothek der Max-Planck-Gesellschaft sehr vielseitig und abwechslungsreich ist, wurde mir schnell klar.

Natürlich ging ich auch den üblichen Fami-Tätigkeiten nach, doch daneben gab es auch noch Möglichkeiten, in andere Gebieten tätig zu werden. So gehörten Projekte, wie z.B. das Verschönern der Choicebooksammlung mit einheitlichen Umschlägen oder das Organisieren einer Bibliothekstagung von Anfang an dazu. Im Laufe der Zeit habe ich die Arbeit in dem jungen Team und die angenehme Atmosphäre sehr zu schätzen gelernt und auch die Aufgaben, die nur indirekt zum Ausbildungsziel gehören, weitestgehend für mich genutzt. Da mir Tätigkeiten auf sozialer Ebene gut liegen, wurde mir die Betreuung der Behindertenwerkstattmitarbeiter übertragen. So habe ich Arbeitsabläufe dokumentiert, um sie verständlich wiederzugeben und neue Mitarbeiter eingearbeitet und stand ihnen bei Problemen mit Rat und Tat zur Seite. Dadurch war es auch möglich, einen Mitarbeiter der Behindertenwerkstatt auf Dauer bei uns zu übernehmen, da er die anfallenden Tätigkeiten mit ein wenig Hilfestellung selbstständig erledigen kann und uns damit zu einer großen Stütze geworden ist. Bei der Arbeit mit den Werkstattmitarbeitern habe ich also meine Berufung gefunden, darum habe ich mich beruflich nochmal neu orientiert und im Herbst 2007 mit dem Studium der Psychologie begonnen. (September 2007)


Die Ausbilderin

Ausbilden bedeutet, Verantwortung für die Zukunft eines jungen Menschen mit zu übernehmen, Zeit und Ressourcen in der Bibliothek neu zu verteilen und Arbeitsstrukturen zu verändern!
Ausbilden bedeutet aber auch, sich gemeinsam mit den Auszubildenden fachlich weiterzuentwickeln, neue Techniken aktiv im Bibliotheksalltag auszuprobieren und anzuwenden, Begeisterung für die vielfältigen Möglichkeiten unseres Berufes zu wecken, seine Bibliothek mit dem Engagement seiner Auszubildenden innovativer und benutzerfreundlicher zu gestalten.

Britta Schneemann
MPI für Mathematik in den Naturwissenschaften
Bibliothek
Inselstraße 22 (3. Etage)
04103 Leipzig

Telefon: +49 (0)341-9959-704
Fax:      +49 (0)341-9959-703
E-Mail:  Britta Schneemann

17.04.2013, 15:32