Felix Klein – seine Spuren, seine Fragen und seine Prinzipien: Drei Perspektiven auf sein didaktisches Erbe
- Henrike Allmendinger
Abstract
Felix Klein hat die Entwicklung der Mathematikdidaktik auf vielfältige Weise geprägt – durch konkrete inhaltliche Beiträge, durch grundlegende Fragestellungen und durch Prinzipien, die sein Verständnis von mathematischer Bildung leiteten. Vieles davon wirkt bis heute fort.
Der Vortrag geht drei Fragen nach:
- Wo begegnet uns Felix Klein heute im Mathematikunterricht?
- Wie prägt er bis heute die mathematikdidaktische Forschung?
- Und welche seiner didaktischen Leitideen liefern auch heute noch wichtige Impulse?
Anhand ausgewählter Beispiele wird gezeigt, wie stark Klein das Schulcurriculum mitgestaltet hat – so sehr, dass bis heute jede Schülerin und jeder Schüler in Deutschland mit Inhalten in Berührung kommt, die auf seine Impulse zurückgehen. Auch zentrale Fragestellungen der Mathematik- und insbesondere hochschuldidaktischen Forschung, wie etwa die Gestaltung der fachlichen Ausbildung von Lehramtsstudierenden, orientieren sich bis heute an Kleins Überlegungen. Schließlich rückt der Vortrag Prinzipien seines Denkens in den Fokus, die nach wie vor hohe Relevanz besitzen – etwa das Primat der Anschauung, Anwendungsorientierung und innermathematische Vernetzung.