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DMV Topic Days Felix Klein 2025

In Mathe war ich schon immer gut!

Liebe Lehrerinnen und Lehrer, liebe Schülerinnen und Schüler,

am 22. Juni 2025 jährte sich der Todestag des bedeutenden Mathematikers und Pädagogen Felix Klein zum 100. Mal. Klein prägte die Mathematik durch seine wegweisenden Beiträge zur Geometrie – insbesondere zur nicht-euklidischen Geometrie – und setzte sich leidenschaftlich für eine stärkere Verbindung zwischen Schul- und Hochschulmathematik ein. Als Pionier der Mathematikdidaktik war es ihm ein besonderes Anliegen, mathematische Bildung zugänglich und verständlich zu gestalten. Felix Klein war eng mit der Universität und der Stadt Leipzig verbunden.

Gemeinsam mit der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, deren Mitbegründer Felix Klein war, laden wir Sie herzlich ein zu den Felix-Klein-Topic-Days.

Neben spannenden Fachvorträgen und einer öffentlichen Abendvorlesung erwartet Sie ein abwechslungsreiches Workshop-Programm für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 bis 10.

Unsere Workshops sind leider ausgebucht!

Ablauf - Montag, 29. September 2025

  • 09:00 Uhr​​ Eröffnungsvortrag zu Felix Klein von Max Hoffmann: „Figuren, Fliesen, Felix – Auf den Spuren der Symmetrie “

    Gemeinsam begeben wir uns auf eine spannende Entdeckungsreise durch die vielfältige, faszinierende und oft überraschende Welt der Mathematik. Unser Reiseführer: der Begriff der Symmetrie. Dieses Konzept kennt Ihr wahrscheinlich schon seit dem Kindergarten – doch es steckt viel mehr dahinter, als man vielleicht auf den ersten Blick vermutet.
    Symmetrie begegnet uns überall: in der Kunst, in der Musik, in der Architektur, in den Naturwissenschaften – und natürlich in der Mathematik. Sie ist auch eng mit dem Wirken des Mathematikers Felix Klein verbunden, nach dem die Gesamtveranstaltung benannt ist.
    Auf unserer Reise beschäftigen wir uns unter anderem mit folgenden Fragen: Was machen Mathematiker*innen eigentlich den ganzen Tag? Wie viele Möglichkeiten gibt es, eine dekorative Fliesenleiste im Badezimmer zu gestalten? Und ist die Geometrie, wie man sie in der Schule lernt, wirklich die einzige Art, Geometrie zu betreiben?

    Ihr glaubt nicht, dass diese drei Fragen zusammenhängen? Dann kommt vorbei und überzeugt Euch selbst!
     

  • 10:00 – 10:30 Uhr ​Pause

  • 10:30 – 12:00 Uhr ​Workshops

Personen beim Workshop

Workshop-Angebot

Timo Senfleben, Prof. S. Schöneburg-Lehnert, Universität Leipzig

Workshop 1: Auf der geheimnisvollen Suche nach dem Unbekannten - Ein Equation-Adventure

Ihr seid eingesperrt in einem kuriosen Haus voller seltsamer Apparaturen und kryptischer Symbole. Insgeheim wisst ihr, dass es nur eine Möglichkeit gibt zu entkommen: Mathematik!?
Taucht mit uns in dem Workshop in ein interaktives Spiel zum Thema Gleichungen ein. Hier gilt es in der digitalen Welt spannende mathematische Rätsel zu lösen und allerlei Geheimnisse zu entdecken.
Im zweiten Teil des Workshops lernt ihr Möglichkeiten kennen, wie ihr selbst digitale Abenteuerspiele über PowerPoint anpassen und/oder erstellen könnt.

Stellt ihr euch dem Abenteuer?

Dr. Anna-Sofie Schilling, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Workshop 2: Das Geheimnis hinter dem Spiel "Dobble" - Ein Ausflug in die projektive Geometrie

Hinter vielen Spielen steckt Mathematik, ohne dass wir es merken. In diesem Workshop wollen wir uns mit einem ganz besonderen Spiel beschäftigen, nämlich mit Dobble. Dobble ist ein Kartenspiel, bei dem auf jeder Karte viele verschiedene Symbole abgebildet sind. Das besondere an den Karten ist, dass je zwei Karten immer genau ein Symbol gemeinsam haben. Und das gilt es im Spiel möglichst schnell zu finden. Das geht manchmal ganz einfach und manchmal schier unmöglich. Aber ist es eigentlich schwer, ein solches Spiel selber zu bauen? Und gibt es Dobble-Spiele beliebiger Größe? Diese und ähnliche Fragen wollen wir mit euch gemeinsam beantworten. Dabei werden wir einen Ausflug in die projektive Geometrie machen, die erstaunlich viel mit dem Spiel gemein hat. Ihre Besonderheiten werden uns helfen, das Spiel mathematisch besser zu verstehen.

Im Workshop habt ihr Gelegenheit, das Spiel selbst auszuprobieren und euer eigenes kleines Spiel zu gestalten. Nachdem ihr ein bisschen über die projektive Geometrie gelernt habt wisst ihr auch, wie ihr größere Spiele konstruieren könnt.

Michael Martin Katzenberger, Ethel Ángeles, Technische Universit

Workshop 3: Wenn Spiegel sich in Spiegeln spiegeln – die Welt der Kaleidoskope

Kaleidoskop heißt wörtlich übersetzt Schön-Schauer. Bereits drei Spiegel reichen aus, um aus den sich mehrfach wiederholenden Reflektionen phantastische Muster zu erzeugen. Das Ganze hat erstaunlich viel mit Mathematik zu tun: die faszinierendsten Muster ergeben sich dann, wenn die Winkel unter denen die Spiegel zusammentreffen in ganz bestimmten Verhältnissen zueinander stehen. Da können aus dem nichts sowohl Ornamente und Pflasterungen entstehen, die die ganzen Ebene ausfüllen, als auch dreidimensionale Körper mit überraschenden Symmetrieeigenschaften. Wie erzeugt man beispielsweise einen Fußball aus drei Spiegeln und halbierten Fünf- und Sechsecken? Im Workshop werden wir aus gewöhnlichen Badezimmerkacheln und Klebestreifen selbst Kaleidoskope bauen, und damit experimentieren. Hierbei ist die Mathematik von Felix Klein quasi allgegenwärtig. Er war eine der ersten Personen, die sich intensiv mit den Strukturen beschäftigt haben, die aus mehrfachen Spiegelungen entstehen.

Dr. Max Hoffmann, Universität Paderborn

Workshop 4: SymEscape – Auf symmetrischer Mission

Symmetrien begegnen uns in vielen Bereichen des Alltags und der Mathematik – etwa in Kunst, Architektur, Zahlen oder geometrischen Formen. In diesem Workshop erkundet Ihr, wie vielfältig Symmetrie sein kann und welche mathematischen Ideen dahinterstecken.

An mehreren Stationen arbeitet Ihr in Kleingruppen mit Spiegeln, faltet und schneidet Papier, untersucht Zahlenpalindrome und überprüft Aussagen über geometrische Figuren. Dabei sammelt Ihr Zahlen, die am Ende zu einem Code zusammengesetzt werden.

Zusätzlich löst jede Teilgruppe eine eigene Teamaufgabe mit Bezug zu Kunst, Kultur oder Architektur. Nur wenn alle Gruppen erfolgreich sind, lässt sich die verschlossene Schatztruhe innerhalb der vorgegebenen Zeit gemeinsam öffnen.

Freut Euch auf mathematische Entdeckungen, Kreativität, Teamarbeit - und eine ordentliche Portion Rätselspaß.

Karla Schön und Oliver Schön, MPI MiS

Workshop 5: Quantum Arcade – Press Q to Start

Was steckt eigentlich hinter den geheimnisvollen Qubits und der Quantenverschränkung? In diesem Workshop entdeckt Ihr die faszinierende Mathematik, die in Zukunft Quantencomputer möglich machen kann – und das auf spielerische Weise.

In diesem Workshop spielen wir zwei eigens entwickelte Computerspiele: ein Adventure-Spiel und einen Arcade-Puzzler! Beide wurden im Projekt "Quantum Arcade" speziell für Arcade-Automaten programmiert, um zentrale Konzepte wie Quantengitter, Überlagerung und Verschränkung erlebbar zu machen. Wir haben die Arcades dabei und auch individuelle Spielstationen.

Freut euch auf mathematische Verschränkungen und eine ganz neue Perspektive auf die Zukunftstechnologie Quantencomputer! Und natürlich auf Videospiele!

Dr. Axel Schüler, Leipziger Schülergesellschaft für Mathematik

Workshop 6: Das Kartenspiel SET – viel Kombinatorik und einige Schubfachschlüsse

Dieses Kartenspiel können beliebig viele Spieler gleichzeitig spielen. Jede Karte zeigt eine, zwei oder drei Formen. Als Formen treten auf: Raute, Welle und Oval, die drei Farben sind grün, rot und violett, die Füllung kann leer, schraffiert oder voll sein. Jede Karte ist durch diese vier Eigenschaften charakterisiert: Form, Anzahl, Farbe und Füllung und für jede mögliche Kombination dieser vier Eigenschaften gibt es genau eine Karte.

Wie viele Karten sind dann im gesamten Spiel vorhanden?

Ein SET besteht nun aus drei Karten, sodass für jede dieser vier Eigenschaften gilt: die Eigenschaft ist bei allen drei Karten gleich oder sie ist bei allen drei Karten verschieden. Die obigen drei Karten bilden ein SET, denn bei allen drei Karten sind Form, Anzahl, Füllung und Farbe jeweils verschieden. Wie viele Karten muss man aufdecken, um mit Sicherheit ein SET zu sehen? Wie viele SETS kann man insgesamt aus allen Karten bilden? Warum gibt es zu je zwei verschiedenen Karten immer genau eine weitere, die diese beiden zum SET ergänzt? 

Im Workshop werden wir diese Fragen beantworten und natürlich das Spiel spielen – Wer findet die meisten SETs?