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Pressemeldung 1/2004

Minneapolis meets Leipzig

26. 1. 2004: Alexander-von-Humboldt-Stiftung fördert weitere Forschungskooperation des Max-Planck-Instituts für Mathematik mit US-Spitzenwissenschaftler

Das Max-Planck-Institut (MPI) für Mathematik in den Naturwissenschaften ist um einen weiteren US-Spitzenforscher reicher - Prof. Hans Othmer, einer der international führenden Experten auf dem zukunftsträchtigen Gebiet der mathematischen und theoretischen Biologie. Der Gewinner des Humboldt-Forschungspreises für internationale Kooperation will sein Preisgeld von 50.000 Euro nutzen, um ausgewählte Forschungsvorhaben gemeinsam mit seinen Leipziger Kollegen hier vor Ort zu realisieren.

Für seine Arbeit am MPI nahm sich der 60jährige Amerikaner mit dem deutschen Namen eine neunmonatige Auszeit an der University of Minnesota in Minneapolis, an der er seit 1999 als Professor für Mathematik lehrt. Zuvor forschte er 19 Jahre in der Winterolympiadenstadt von 2002, Salt Lake City. MPI- Direktor Prof. Stefan Müller freut sich, dass Othmer seine Forschungen in Leipzig fortsetzt: "Hans Othmers Besuch in Leipzig wird dazu beitragen, die mathematischen Modellierung in den Lebenswissenschaften hier in Deutschland weiter voranzutreiben."

Im Mittelpunkt der Forschungstätigkeit steht die Zelle. Hans Othmer ist Spezialist in der mathematischen Modellierung in der Zellbiologie, insbesondere der Bewegungsdynamik von Zellen und Signaltransduktion. Ziel seiner Arbeit in Leipzig soll die Entwicklung einer für beide Partner neuen Forschungsrichtung sein. "Mit dem Humboldt Preis wird eine wissenschaftliche Kooperation zum tieferen Verständnis des Zusammenspiels von interner Zelldynamik und Zellbewegung gefördert. Diese Fragen spielen eine wesentliche Rolle für das Verständnis von Zellsystemen, beispielsweise in menschlichen Geweben und bei biologischen Entwicklungvorgängen." sagt Dr. Angela Stevens, Forschungsgruppenleiterin für mathematische Biologie am Institut.

Dieser Forschungsaufenthalt am MPI ist bereits der vierte Besuch Othmers in der Messestadt. Zu Deutschland und der Region um Leipzig hat er eine ganz besondere Beziehung. Seine Eltern waren Deutsche und lebten zeitweise in Erxleben, Halle und Zaun bei Berlin. Auch wegen dieser sehr persönlichen Beziehung kommt er gern nach Leipzig.

Neben Roman Koteczý und Michael Ortiz ist Othmer bereits der dritte Humboldt-Preisträger, der auf diesem Wege am MPI für Mathematik forscht.

09.03.2017, 15:20