Mathematik und Formgedächtnismetalle

Das Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften präsentiert sich am Stand der Max-Planck-Gesellschaft im Zelt 4 mit verschiedenen interaktiven Exponaten.

Haben Drähte ein Gedächtnis?

Kommen Sie bei diesem Exponat dem Gedächtnisphänomen der Metalle auf die Spur. Verbiegen Sie Drähte und erleben Sie, wie sich diese unter bestimmten Temperaturen an ihre alte Form „erinnern“.

Formgedächtnismetalle bestehen aus Legierungen wie beispielsweise Nitinol (Nickel-Titan). Diese Legierungen sind in der Lage, sich an eine frühere Formgebung trotz nachfolgender starker Verformung scheinbar „erinnern“ zu können. Das Exponat veranschaulicht die mathematische Beschreibung der den Metallen zugrunde liegenden Mikrostrukturen als eines der Forschungsgebiete unseres Instituts.

Anwendung finden Formgedächtnismetalle vor allem im Bereich der Medizintechnik zur Herstellung von Implantaten (Stents) zur Stabilisierung von Arterien, in der Weltraumtechnik bei der Entfaltung von Sonnensegeln oder auch in der Luftfahrttechnik bei adaptiven Flügel und Winglets an Flugzeugen.

Experimentieren Sie mit unterschiedlichen Formen von Gedächtnismetallen und beobachten Sie, wie eine keine Feder aus einem Gedächtnismetall ein 4kg-Apotherkergewicht anheben kann.

09.03.2017, 10:40