Schulvorträge Wissenschaftssommer

Vom 28. Juni bis zum 4. Juli bot der Wissenschaftssommer ein interessantes Vortragsprogramm für Schülerinnen und Schüler im Jahrmarkt der Wissenschaften, Zeltausstellung auf dem Augustusplatz.


Mittwoch, 2. Juli 2008

09.00 - 10.00 Uhr: Wozu braucht ein Künstler Mathe? 

(für Schüler der Klassen 2 bis 5)
Drei Themen werden in Bildern und Modellen vorgestellt: Der Goldene Schnitt als Mittel der ästhetischen Gliederung von Flächen, die Parkettierung als Möglichkeit zur Erzeugung von Mustern und Ornamenten und die Kettenlinie als charakteristisches Merkmal von Brückenkonstruktionen. In kleinen Experimenten erleben die Kinder, dass bei der Gestaltung ästhetischer Dinge mathematisches Wissen notwendig ist. Schönheit ist also nicht nur ein Ergebnis von Begabung und Talent sondern auch von Klugheit.
Referent: Prof. Dr.-Ing. habil. Rainer Groh, Technische Universität Dresden, Fakultät für Informatik

10.30 - 11.30 Uhr: Eigentümliche Geraden auf geometrischen Körpern

(für Schüler der Klassen 5 bis 8)
Das Licht nimmt immer den schnellsten Weg von einem Punkt zum anderen - auch über einen „Checkpoint” wie einen Spiegel. Es gibt nichts Geraderes als Lichtstrahlen. Wie erhält man aber den kürzesten Weg, wenn einem die gerade Verbindung versperrt ist oder wenn man sich nur auf der Oberfläche eines Körpers bewegen kann? Mit Hilfe von Gummifäden gelingt es, experimentell kürzeste Verbindungen auf Prismen, Pyramiden, Zylindern und Kreiskegeln zu bestimmen. Auf gerade Kreiskegel werden Geraden gezeichnet.
Referent: Dr. Horst Hunecke, BIP Kreativitätsschule Leipzig

12.30 - 13.30 Uhr: Konstruktionen mit Zirkel und Lineal

(für Schüler der Klassen 9 bis 11)
Ist die Quadratur des Kreises wirklich unmöglich, kann man einen Winkel in drei gleiche Teile teilen? Diese schwierigen Fragen werden im Vortrag beantwortet. Aber auch einfachere Fragen: Wie konstruiert man den „Goldenen Schnitt”? oder Wie entsteht ein regelmäßiges 15-Eck?, werden behandelt. Als 18-jähriger hat Carl Friedrich Gauß die Konstruktion des regelmäßigen 17-Ecks gefunden und damit ein 2000 Jahre altes Problem gelöst. Welche regelmäßigen Vielecke lassen sich denn noch konstruieren?
Referent: Dr. Axel Schüler, Leipziger Schülergesellschaft für Mathematik

09.03.2017, 10:21