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Sofja Kovalevskaja-Preisträger 2017 forscht am MPI

Published Sep 5, 2017

Der Sofja Kovalevskaja-Preisträger 2017 Dr. Matteo Smerlak forscht ab Dezember 2017 am Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften zum Thema „Structure of Evolution“. 

Matteo Smerlak kommt aus der mathematischen, theoretischen Physik und hat zur Quantengravitation bereits viel beachtete Arbeiten vorgelegt. Zuletzt hat er sich verstärkt der interdisziplinären Forschung zugewandt: Smerlak arbeitet an der Grenze von Physik und Biologie und verknüpft dabei auf innovative Weise die statistische Physik mit der theoretischen Biologie. Konkret widmet er sich den komplexen Systemen, großen Netzwerken, die sich ohne zentrale Kontrolle in hohem Maße selbst organisieren und ein komplexes Kollektivverhalten aufweisen. Solche Systeme finden sich im Bereich der Wirtschaft oder der Soziologie, insbesondere aber in der Biologie. Hier wendet Matteo Smerlak Verfahren der statistischen Physik auf die Evolutionsbiologie an, um universelle Gesetzmäßigkeiten und statistische Gesetze der Evolution herzuleiten. Als Sofja Kovalevskaja-Preisträger will er damit grundlegende Fragen aufgreifen, wie etwa die nach der Vorhersagbarkeit von evolutionären Entwicklungen.

Dr. Matteo Smerlak wurde 1984 in Frankreich geboren und machte 2007 seinen Master in Theoretischer Physik an der École normale supérieure in Paris. Für seine Promotion, die er 2011 abschloss, wechselte er an die Aix-Marseille Université. Anschließend forschte er zwei Jahre als Junior Scientist am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Potsdam. Seit 2013 ist Matteo Smerlak als Postdoctoral Researcher am Perimeter Institute for Theoretical Physics in Waterloo, Kanada. Zwischendurch führten ihn immer wieder Lehrtätigkeiten an die African Institutes for Mathematical Sciences in Südafrika, Kamerun und Ghana.